Heute geht es nach Lake Aneweuha. Einem schönen idyllischen Platz im Herzen der Nordinsel in ‘the middle of nowhere’. Der ganze Tag war sehr der Maori-Kultur gewidmet. Zu uns in den Bus kam eine junge Maori-Frau und zeigte uns zuerst die ältesten Höhlencarvings von Neuseeland. Ihre Erklärungen waren eher schlecht als recht. «Die Maori glaube an die Geschichte hinter den Zeichnungen, aber auch nicht denn sie haben sie nicht gesehen, aber sie glauben daran, aber auch nicht denn sie haben es nicht gesehen, aber sie glauben daran.» Verstanden? Genau so ging es mir und den ca. 15 anderen auch und so waren leider all ihre Erklärungen. Man hat also nicht so viel mitbekommen wie gewünscht und wir hatten das Gefühl, das der ganze Tag recht getaktet war und man nicht so sehr mit dem Flow ging.

Angekommen, haben wir als erstes zugesehen wie leckeres Essen im Boden vergraben wird und dort für 2,5h gekocht wird. Das Hāngi ist wie der Rest der Kultur sehr familiär mit der Hawaiianischen resp. Polynesischen. Es ist also, dass selbe wie Kālua in Hawaii für meine beiden lieben Mitreisenden (Mueti & Pa) durch Hawaii.

Zwischendurch wurden zwei traditionelle Spiel gespielt "E Papa" und noch eins von dem ich den Namen nicht mehr weiss. Anschliessend bei ein paar Bierchen zusammen getrunken. Die Gruppe wurde durchmischt, da ich länger als die Meisten in Rotorua geblieben bin und somit in einem anderen Bus gelandet bin. Die neuen Leute kamen hauptsächlich aus England und Deutschland. Zusammen mit Daan (NL), den ich noch vom ersten Bus kenne, Tia (UK), Leanne (UK), Kate (UK) und Amy (UK) werde ich auch die nächsten Tage verbringen. Mit den Deutschen hatte ich natürlich auch viele Interaktionen, aber sie blieben doch eher für sich. Wir habe auch noch die Managerin von dem süssen Platz getroffen und sie war einfach eine Perle. Aufgestellt und liebenswehrt hat sie uns von sich und dem Ort erzählt und wir, im Gegenzug, haben uns vorgestellt und als sie mich fragte was ich denn so beruflich mache und ich als Antwort «Handyman» gab, war die nächste frage sofort, «Hast du ein Work and Holliday Visa». Leider nein, aber jetzt weiss ich zumindest schon mal einen Platz, an dem ich Arbeit hätte und offensichtlich sehr geschätzt werden würde. Nun ja, Work and Holliday Visa sind für Schweizer in Neuseeland aber gar nicht möglich habe ich herausgefunden. Ich vermute es liegt daran, dass wir im Gegenzug nichts dergleichen anbieten.

Nach dem vorzüglichen Essen (Schwein, Poulet, Kürbis, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Gemüse und Salat), dem Abwaschen und verpacken der Rest für die Gemeinschaft ging es noch ans Lagerfeuer vor einen Geschichtenstunde. Das Essen deswegen, da wir in einem der Ärmsten und Kriminellsten Dörfer in Neuseeland waren und sie versuchen das Ganze in fünf einfachen Worten zu ändern. «Change a place trough tourism»

Zurück zum Lagerfeuer. Die Geschichten waren passend zum Tag, düster und verwirrend. Nun ja, wir hatten alle genug vom Zuhören der sehr lebhaften Geschichten und die meisten sind kurz darauf aber noch geblieben. Ich und Amy haben noch ne weile miteinander gesprochen und ich kenne nun meine Chancen und Aussichten für ein ‘Internship’ als Taucher in Australien/SEA recht gut. Dazu ist zu sagen das sie das gemacht hat und nun unter anderem als Tauchinstruktorin tötig ist. Gegen Mitternacht sind auch wir langsam, aber sicher zu Bett gegangen.

Das Frühstück am morgen war das Übliche und es geht schon wieder auf den Weg, raus aus dem nichts nur um den nächsten Ort auch wieder ‘middle of nowhere’ nennen zu können.