Ausgeschlafen starteten wir zur Abwechslung langsam in den Tag und assen ausgiebig unser Frühstück. Fitter als am Vortag hiess es noch, Auto waschen und tanken. Nach fast einer Stunde warten bei der Waschanlage, habe ich das Auto wieder soweit auf Vordermann gebracht und ohne langes anstehen beim Tanken ging es endlich los ins Northern Territory nach Katherine. Beim Grenzübergang verwundert eine Karantänestelle gesucht und nach kurzem nachfragen bei den WA beamten wurde uns mitgeteilt das es von WA nach NT keine besonderen Einfuhrbestimmungen gibt. So machten wir uns sorgenfrei und mit 1.5h Zeitverlust, da wir den Staat gewechselt haben, weiter gen Osten.


Nach Sonnenuntergeng traffen wir endlich in Katherine ein und nach kurzem late Check-In per Schlüsselbox ging es auch schon in unser Raum in einem faktischen Motel. Auf dem Areal befand sich noch ein Restaurant bei dem wir zu Abend speissten und schliesslich machten wir noch Pläne für den nächsten Tag ung gingen ins Bett.


Das speziellste am Frühstück am nächsten Tag war, das es im Preis der Unterkunft inkludiert war und wir somit ein klassisches Continetal Frühstück zu uns nehmen konnten, bevor wir uns auf den Weg machten.

Erster Stop waren die Cutta Cutta Caves, welche wir in einer einstündigen Führung erkundeten. Wir hörten erneut etwas über Stalagmiten und Stalagtiten, jedoch auch neues, wie über die Besonderteiten dieser Höhle das sie in der Regenzeit teils oder sogar vollends geflutet wird und das je tifer wir in die Höhle vordringen, umso wärmer wurde es. Dies hängt zusammen mit heissen Quellen in der Gegend, die das Höhlensystem aufheitzen.


Zurück Übertage, ging es weiter etwas Östlich von Katherine in den Nitmiluk National Park. Ein vom Katherine River über einen Zeitraum von einer Milliarde Jahren in das Arnhem-Plateau gegrabenes, 12 km langes System von 13 Schluchten mit bis zu 70 m hohen Sandstein-Felswänden. Wir hatten eine Bootstour für die ersten beiden Schluchten gebucht und wurden auf eben diesen 2h lang rumgeschippert und lernten einiges über die Enstehung, das Steigen und Sinken des Flusses in der Regen- beziehungweise Trockenzeit und die Bedeutung und spirituelen Geschichten der Aboriginals. Von letzterem blieb bei uns jedoch kaum etwas hängen, da dies alles doch sehr fremd für uns war. Umso mehr ich über die Aboriginals erfahren und lerne, desto weniger verstehe ich es. Es basiert so viel auf einer Spirituelen- und Traumebene, das sich die heutige Religion wie Wissenschaft im vergleich dazu anhört. Auch breitet sich immer wieder Unverständniss aus, dazu ein Beispiel. Hier in der Schlucht respektive der Katherine Fluss war so heilig für die Indigenen, das sie das Wasser weder nutzten noch berührten. Ist ja nicht so als ob es duzende ander Frischwasserquellen im Umland geben würde, gerade wären der Trockenzeit... In einem so teils lebensunfreundlichem Ort wie Australien nicht jede verfügbare ressource zu nutzen ist unverständlich und unseres Wissens nach auch einmalig, daher auch kein Wunder blieben sie so lange Sammler und Jäger. Auf der anderen Seite gibt es wohl keine unberührteren Orte auf der Welt, da die enzigen Spuren die sie je hinterlassen haben Felsmalereien sind. Auch machten wir uns immer wieder gedanken und kamen zu dem Schluss, das die Lebensweise der Aboriginals nicht weiter entfernt von der heute vorherschenden westlichen Welt in Australien sein könnte. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum viele immer noch so viele probleme haben. Ich will hiermit in keiner weisse leugene, was die Weissen mit den Indigenen angerichtet haben. Viele der Aboriginals scheinen jedoch zwischen beiden Welten zu stecken und Fallen so zwischen durch, den die traditionelle Lebensweise aus Jagen, Sammeln, Umherziehen und viel Zeit in der spirituellen Welt und im eigenen Geiste zu verbringen lässt sich sehr schwer mit der heutigen Lebensweise und Leistungsgesellschaft vereinbaren.


Nach der wunderbaren Ausfahrt ging es für uns jedoch zuerst zurück ins Hotel, da wir vor Schweiss nur so strotzten und bei über 36ºC in der Schlucht nur noch zu der Klimaanlage wollten. Nach dem Duschen und ausruhen, gingen wir nochmals raus etwas essen ein paar Autominuten entfernt von unserer Unterkunft. Nach etwas längerem Warten und anfänglichen bedenken kam jedoch unser sehr leckeres Essen und so gingen wir zufrieden zu Bett.


Wir haben uns dazu entschieden die letzten paar Tage, bevor der Rest der Familie zu uns stösst, in Darwin zu verbringen und Tagesausflüge von Darwin aus zu machen. Dies weil das Auto immer noch metzchen macht und wir es so etwas schonen können, bevor es am 03.09 in den wohlverdienten Service kommt und wir hoffentlich auch das Kühlerproblem lösen können. Hoffe nur, das mit dem Kühler wird keine all zu kostspielige Angelegenheit. Aber sich jetzt deswegen den Kopf zu zerbrechen bringt ja auch nix...