Nach einer erholsamen Nacht in Fitzroy Crossing ging es weitere knapp 500km bis auf den Campingplatz im Purnululu National Park. Wobei die letzten 77km auf einer unasphaltiert Dirt-Road doch sehr Anstrengend waren und gut 1.5h Zeit in Anspruch genommen hat. Wir wurden nich auf keiner Off-Road Strasse so durchgeschüttelt wie auf dieser und wir verstanden jeden, der in den Rezesionen der Parks über die Strassen geflucht hatte. Unterwegs hatten wir auch noch fünf Flussquerungen pro Weg mit mehr oder weniger Wasser in den Flüssen. Das Auto hat jede Querung mit bravur und ohne metzchen gemeistert und mindestens eine der Querung war über einen halben Meter tief.
Angekommen waren wir sehr erschöpft und kochten mit müh und not noch zu Abend und gingen schleunigs ins Bett um am nächsten Morgen um 6 Uhr wieder fit zu sein.
Gesagt, getan. Um 0600 standen wir wieder auf und packten sogleich alles wieder zusammen. Den ersren Tag verbrachten wir im südlichen Teil des Parks der gut 20min vom Camingplatz entfernt war. Früh morgens und gerade noch vor dem Bus voller Menschen machten wir uns auf den Weg in den Park. Wir Stapften tapfer 13km über Stock, Sein und Sand und bewegten uns Grösstenteils entlang des ausgetrockneten Flussbett. Je länger wir unterwegs waren je heisser wurde es und wir waren beide gut durchgeschwitzt und nahe am Ende unserer Kräfte. Für mich hat sich jedoch jeder Meter mehr als gelohnt. Umso tiefer wir in die Schlucht gingen umso eindrücklicher und surealer wurde das ganze. Was am Anfang noch "absurd" aussah und man fast nicht glauben konnte, wurde immer faszinierender und greifbarer, umso länger wir entlang des 350 Millionen Jahre altem Gestein unterwegs waren. Man kann sagen das es nur Stein sei, jedoch ist nicht nur für jeden Geologen ein Traum sondern auch uns wurde klar wie aussergewöhndlich dies alles ist. Ich werde so schnell wie möglich einige Fotos hochladen, denn das muss man einfach sehen und Worte können dem nicht gerecht werden.
Nach einer tollen und warem Dusche mit unserer Camping Dusche die ich von meinem alten Mitbewohner ausgeliehen bekommen habe, gab es wieder ein leckeres Abendessen und wir gingen einmal mehr früh ins Bett um früh aufzustehen. Oder auch um das meiste aus dem Tag zu machen, da um ca. 1830 alles bereits stockdunkel ist und die Sonne vor 0600 bereits wieder auf geht.
Am zweiten und letzten Tag räumten wir weider alles ins Auto und machten uns noch auf den Weg zur Nordseite des Parks bevor es weiter nach Kununurra geht. Hier gingen wir es entspanter an als im Süden und machten "nur" die Highlights die uns von der Frau im Visitor Center empfohlen wurde. Zuerst in die Mini Palms Gorge mit ganz vielen kleien und ein paar grossen Palmen, wär hätte es gedacht. Anschliessend ein paar Autominuten weiter nördlich machten wir noch unseren letzten Ausflug in die Echidna Chasm. Die immer enger werdenden Schluchten sind eindrücklich, aber nicht halb so gut wie die spektaluläre Südseite, meiner Meinung nach.
Gut 4h und 6km später ging es wieder die holprige Strasse aus dem Park raus und bis nach Kununurra. Am Campingplatz am Fluss (mit Wasser!) konnte Mueti die Aussicht und das Wetter geniessen, wärend ich mich von einem Grippeanflug auf dem Campingstuhl erholte. Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant neben dem Camping und einem Neocitran später, ging es mir besser und ich ging wieder früh ins Bett.