Auf der Arbeit weiss ich schon fast nicht mehr, was wir alles erledigt haben. Es geht nach wie vor eher schleppend voran und besonders anfangs Woche war die Stimmung sehr angespannt und alle waren sehr unter Druck. Am Mittwoch haben wir jedoch endlich wieder eine Handvoll Arbeit bekommen und ich konnte mit der Küche im Erdgeschoss beginnen. Das sie Sockel nicht kennen und alle Möbel mit Sockelfüssen sind, macht mich immer noch kirre und ist gefühlt doppelt so aufwändig, wie ein Sockel. Die Details ins mir oftmals auch noch unklar oder einfach garnicht definiert, aber ich hoffe das wird in nächster Zeit besser.

Diese Woche wollte ich aber auch auf ein Paar positive Sachen eingehen, nach dem ich letzte Woche doch sehr negativ war.

Vieles ist immer noch nicht gut aber gerade bei diesem Projekt arbeiten alle wirklich Hand-in-Hand und jeder ist bemüht jedem zu helfen. Natürlich kommt das auch davon, dass die Arbeitsstunden auf der Baustelle bei allen einfach gezahlt werden. Also alles auf Regie. Dies weil die Folgeaufträge, die dem Planungsbüro versprochen wurden, sich auf etwa 10Mia belaufen über die nächsten zehn Jahre. Da spielt es keine Rolle, wenn du auf dieser Baustelle einige Millionen im Minus bist. Zudem steht und fällt alles mit dieser einen Baustelle, da dies ja dem reichsten Mann Westaustraliens gehört und dieser mit seiner Minenfirma grossen Einfluss und Mittel in ganz Australien hat.

Dementsprechend wird damit halt viel Druck von den Arbeitern genommen und den Administrativen Aufwand erheblich reduziert.

 

Donnerstags haben wir auch den Rekord über die meisten Arbeiter an einem Tag vor Ort gebrochen. Wohlverstanden, es ist schon mehr eine Villa als ein Haus, aber trotzdem unglaublich, dass wir 271 Personen ein einem Tag vor Ort waren. Rechnen wir mit jeweils acht Stunden pro Tag pro Man ergibt dies ca. 2‘200 Arbeitsstunden. So viel wie eine Person pro Jahr im Schnitt arbeitet. Multiplizieren wir dies mit einem Stundenansatz von 150AUD/H sind dies 325‘200AUD die allein die Arbeit ohne jegliches Material gekostet hat, ein einem Tag!

 

Ausserdem gibt es jeden zweiten Freitag ein BBQ von der Baufirma aus spendiert, bei dem man sich echt den Bauch vollschlagen kann. Zudem wurde mir diese Woche auch ein Popstickel, also ein Stangeneins in die Finger gedrückt. Es wird also gut zueinander geschaut und alle versuchen so gut es geht auf die anderen Gewerke zu achten.

 

Viel mehr Spannendes gibt es gar nicht zu erzählen. Ich werde noch ein paar Fotos von der Baustelle hochladen, damit ihr euch mal ein Bild davon machen könnt.