Ja was sol ich sagen, das mit dem regelmässiger posten ist immer noch auf der To-Do Liste... Seit meinem letzten Post ist tatsächlich schon einiges passiert.
Am 26.01 war Australia Day und ich war Samstag und Sonntag auf dem Boot mit Gus, einem meiner Mitbewohner. Steve war leider nicht dabei, da er einen Todesfall in der Familie in Neuseeland hatte.
Samstags war alles recht gemütlich und wir haben ein paar schöne und ruhige Stunden auf dem/den Boot/Booten verbracht.
Sonntags war dann wie gesagt Australia Day und es war nicht nur bei uns deutlich mehr los. Am Schluss waren wir um die 6 Boote in unserem Raft-Up aber auf dem Fluss waren noch duzende andere Boote. Es war ein heisser Tag und ich hatte nicht viel anderes zu trinken Bier und Gin Tonic und so kam es wie es kommen musste und ich habe nicht mehr ganz alles so präsent, wie ich dies gerne hätte. Solche Gedächtnislücken sind mir immer unangenehme aber die Jungs und Mädels haben es gut aufgenommen und sich um mich gekümmert, habe ich mich sagen lassen…
Irgendwie habe ich es später an diesem Abend aber noch mit dem Zug in die Stadt geschafft, um mir mit Alex ein Konzert von Boris Brejcha anzuhören. Ich war dann aber doch so klug und habe auf weiteren Alkohol verzichtet und so wurde ich im vergleich zu allen anderen je länger der Abend wurde nur nüchterner. Ich hing förmlich an meinem Wasser, was aber auch dazu führte, dass es mir supi ging, am nächsten Tag. Das Konzert war echt gut aber nach fast 5h tanzen haben sich unsere Füsse und Rücken bemerkbar gemacht und so sind wir via McDonalds mit dem Uber nachhause gefahren.
Das erste Februar Wochenende war ich auf wieder auf dem Boot, aber diesmal nicht «Stationär». Ich ging mit Steve mit und taff viele bekannte und unbekannte Gesichter zu Wakeboarden. Beim Wakeboarding wird man mit einem Speedboat oder Jetsky gezogen und surft dann auf den Wellen des Boots. Ich konnte allerdings leider nicht aufstehen und versuchte mein Glück stattdessen mit einem Kneeboard. Also, anstatt auf dem Brett zu stehen muss man darauf Knieen. Ich kam zwei Mal auf Board aber konnte mich nicht all zu lange festhalten, bis es mich vom Board riss, respektive ich das Gleichgewicht verloren habe.
Letztes Wochenende war ich mit meinen Arbeitskollegen Fabio und Alex das erste Mal campen. FINALLY! Wir fuhren nicht viel weiter als eine Stunde nördlich von Perth an den Beach über wilde Strassen die definitiv teils schmäler als das Auto waren. Der Triton hat mir aber sehr gute Dienste erweisen und konnte die Strecke ohne grosse mühen bewältigen. Besonders als ich die Luft aus den Rädern abgelassen habe, marschierte ich sandigen Hügel nur so hoch.
Am Übernachtungsspot angekommen, dachten wir und vor allem ich, ich könnte ja probieren auf dem Strand zu fahren, da wir immer noch gut 30m über der See Ebene auf der Düne waren. Runter war wie immer kein Problem, aber der Sand auf dem Strand war so weich, dass ich beim geradeaus Fahren teilweise mit dem Unterboden des Autos aufgebockt bin. Ich konnte mich mit ach und krach zum Ort manövrieren, wo ich wieder eine Chance hatte, hochzukommen. Für die 30m hohe und 50m weit entfernte «Strasse» benötigten wir aber rund eine Stunde und all unsere 6 Recovery Boards. Das sind ca. 1.5m lange Noppen Bretter, die unter die Reifen kommen, um wieder Traktion mit dem Boden zu bekommen. Zwei der Boards haben etwas gelitten, aber wir haben es wieder hochgeschafft und ich kenne nun definitiv die grenzen meines Fahrzeugs. Dann gings ans Abendessen kochen und quatschen und den Abend geniessen. Nach einem Mitternachtssnack (Stake) ging es schliesslich ins Bett und ich habe geschlafen wie ein Baby. Früh am nächsten morgen wollte ich bereits wieder um 0600 wach sein, da ich mit Freunden aus Europa und den USA gleichzeitig telefonierte und da wird’s mit den Zeitzonen dann echt schon kompliziert. Nach über 2h quatschen und einem gediegenen Frühstück ging es ans zusammenpacken und nachhause fahren.
Alles in allem waren das drei sehr gelungene und teils wilde Wochenenden. Unter der Woche gebe ich mich aber meist mit Joggen, Kochen, einem gelegentlichen Schwumm im Meer und neuerdings an meinem Auto basteln und Optimieren zufrieden.
Ich versuche nach wie vor mich öfters zu melden, nur die Motivation lässt oft zu wünschen übrig. Aber es kann ja auch mal nur ein kleines Hallo sein und so wie ich mich kenne werde ich schon irgendetwas zu berichten haben. Bis zum nächsten Mal!